WooCommerce Onlineshop Nachteile und WooCommerce Abmahnungen

WooCommerce Onlineshop Nachteile und WooCommerce Abmahnungen

WooCommerce Onlineshop Nachteile und WooCommerce Abmahnungen

Immer wieder setzen Händlerinnen und Händler zum Einstieg in den E-Commerce auf einen WooCommerce Onlineshop. Meist mehr auf den „guten Rat“ von Bekannten als auf die Empfehlung einer erfahrenen Digitalagentur vertrauend, hat man oft schon WordPress als einfaches Content Management System für die Website installiert. Die Entscheidung liegt dann nahe, mit dem Shop Plugin WooCommerce hier eine einfache und billige Verkaufslösung anzubinden.

Einen WooCommerce Onlineshop in der Standard-Konfiguration zu betreiben, bedeutet allerdings ein hohes Risiko. Laut einer Umfrage des Händlerbundes haben 2018 über 20 Prozent der WooCommerce Shops in Deutschland eine Abmahnung erhalten.

Für alle, die WooCommerce Abmahnungen vermeiden möchten, haben wir einige wichtige Informationen gesammelt. Wir geben Empfehlungen für die Rechtssicherheit des WooComerce Onlineshops in Deutschland und Europa.

WooCommerce Onlineshop Nachteil: Die Rechtsicherheit in Deutschland

Als gutes Argument für den Einstieg in den Onlinehandel und für WooCommerce wird häufig angeführt, dass die Onlineshop Software kostenlos ist. Das ist natürlich Magento Open Source auch.

Die Hauptaufwände in der strategischen Entwicklung einer E-Commerce Plattform liegen allerdings nicht im Anschaffungspreis der eigentlichen Software. Sie entstehen durch individuelle Anpassungen, Anbindung von Drittsystemen wie einer Warenwirtschaft oder einer CRM-Lösung, fehlende Flexibilität der Software, in der Skalierbarkeit des Systems, in der Performance, in der Sicherheit des Hostings und der Software sowie im Online-Marketing und in der SEO.

Viele Betreiberinnen und Betreiber von vermeintlich günstigen WooCommerce Onlineshops sind sich allerdings häufig nicht bewusst darüber, welche fatalen finanziellen Folgen ein billig und schnell aufgesetzter Onlineshop, der falsch konfiguriert wurde, im Falle einer Abmahnung haben kann. Eine Abmahnung wegen rechtlicher Mängel im Onlineshop kann für kleine und mittelständische Unternehmen existenzgefährdend oder auch existenzbeendend wirken.

Daher ist es beispielsweise besonders wichtig, sich im E-Commerce an die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland zu halten – sofern Sie nur in Deutschland handeln möchten. Der E-Commerce ist in Deutschland streng reguliert und natürlich unterliegen auch andere Nationen einigen Besonderheiten, die es dann auch international zu beachten gilt.

WooCommerce Onlineshop und der amerikanische Markt

Das WordPress Plugin WooCommerce wurde als Verkaufstool für den US-Markt entwickelt. Leider kann man es daher nicht so ohne weiteres für den Handel in Deutschland einsetzen.
In der Europäischen Union existieren zahlreiche länderspezifische, vom amerikanischen Markt abweichende, gesetzliche Vorgaben. Diese müssen bei der Planung und im laufenden Betrieb eines Webshops unbedingt berücksichtigt werden – sonst drohen Abmahnungen.

WooCommerce sollte man nicht in der Standard-Konfiguration betreiben, wenn:

  1. Der Firmensitz des Onlineshops innerhalb der EU liegt
    Oder
  2. Aus dem Webshop heraus in Länder der EU verkauft wird

In beiden Fällen müssen Anpassungen an die nationalen rechtlichen Vorgaben vorgenommen werden. Besonders im deutschsprachigen Wirtschaftsraum in der Region DACH gibt es hier einige rechtliche Stolpersteine, die immer wieder zu WooCommerce Abmahnungen führen.

Die Erfahrungen, die wir bei Simple Web-Solutions im Onlinehandel gemacht haben, zeigen allerdings, dass die meisten Abmahnungen durchaus berechtigt sind. Sie können jedoch meist auch entsprechend einfach vermieden werden.

Der juristische Begriff „Abmahnung“ stellt schlicht und ergreifend eine Aufforderung dar, eine Sache zu unterlassen, die andere beeinträchtigt.

Im E-Commerce geht es bei Abmahnungen in Deutschland zumeist um wettbewerbsrechtliche Abmahnungen. Eine Händlerin oder ein Händler mahnt also andere wegen eines Verstoßes gegen die Vorschriften des Wettbewerbsrechtes ab. Dieser Verstoß beeinträchtigt den Wettbewerb, denn Abgemahnte erlangen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Abmahnenden, die sich gesetzestreu verhalten.

Die Grundvoraussetzungen für das Aussprechen einer Abmahnung ist es also, dass Unternehmen, die in einem direkten Wettbewerbsverhältnis stehen, durch einen Wettbewerbsverstoß einen Nachteil erleiden.

Ein Wettbewerbsverhältnis kann im E-Commerce beispielsweise bei einem ähnlichen Warensortiment im Onlineshop vorliegen. Grundsätzlich wird eine Abmahnung gegen Verstöße im Wettbewerbsrecht nicht durch benachteiligte Wettbewerber direkt, sondern deren gesetzliche Vertretung in Rechtsangelegenheiten ausgesprochen.

Eine vorformulierte Unterlassungserklärung ist der Abmahnung meist direkt beigefügt. Diese ist sozusagen ein Vertrag zwischen den konkurrierenden Unternehmen. Eine Wiederholung des Fehlers wird so unterbunden und ist bei Zuwiderhandlung mit der Androhung einer Vertragsstrafe geregelt.

Zu den Kosten für die Abmahnung und die Unterlassungserklärung tragen Abgemahnte regelmäßig auch die Aufwände für die Rechtsberatung beiderseits sowie eventuelle Vertragsstrafen.
Die Kosten für eine Abmahnung liegen so meist deutlich im vierstelligen Bereich.

Werden Abmahnungen durch Verbände ausgesprochen, hier haben sich in den letzten Jahren etwa der IDO Verband, oder der Verband Sozialer Wettbewerb hervorgetan, sind diese mit unter etwas „günstiger“.

Hilfe bei Abmahnungen

Hinweis: Rechtliche Vorgaben für Onlineshops ändern sich ständig. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung

Für einige europäische Länder und Sprachen empfehlen wir Dienste wie Trusted Shops oder den Händlerbund, deren Angebote im E-Commerce handelnden Unternehmen helfen, Abmahnungen zu vermeiden. Sie finden dort beispielsweise fortlaufend aktualisierte Rechtstexte.

WooCommerce Onlineshop Nachteile kurz zusammengefasst

  • WooCommerce ist nur eine einfache Shop-Lösung.
  • Marketing-Instrumente stehen nicht im Mittelpunkt und müssen erweitert werden.
  • Wenige Warenwirtschaftssystem werden unterstützt.
  • Die Software ist im Standard auf den US-Markt ausgerichtet.
  • Rechtssicherheit für den deutschen Markt muss mit einem Plugin nachgerüstet werden.
  • Eine größere Menge an Artikeln im Shop zwingen leicht die Software und den Server in die Knie.
  • Mit vielen Artikeln bestückt wird der WooCommerce Onlineshop sehr schnell unübersichtlich.
  • Das Anlegen der Attribute ist gewöhnungsbedürftig.
  • Keine unterschiedlichen Storeviews (z.B. B2B vs. B2C) .
  • Es kann aufwändig werden, den WooCommerce Onlineshop so anzupassen, wie man sich ihn vorgestellt hat.
  • Die bessere Alternative für alle, die erfolgreich und professionell verkaufen möchten, heißt Magento 2.

Feedback:

Waren die Informationen in unserem Artikel über die Nachteile von WooCommerce für Sie hilfreich? Wir freuen uns über ein Feedback.

Mehr Informationen zu den Themen Sicherheit, DSGVO, Datenpannen und Abmahnungen finden Sie hier.

[Foto von Pixabay]

 

Datenschutz
Wir, Simple Web-Solutions GmbH (Firmensitz: Deutschland), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
Wir, Simple Web-Solutions GmbH (Firmensitz: Deutschland), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: