Top-Position in Suchergebnissen für Amazon-Produkte

Top-Position in Suchergebnissen für Amazon-Produkte

Top-Position in Suchergebnissen bei Amazon

Amazon hat die Strategie geändert. Die Top-Position in Suchergebnissen des Markführers im E-Commerce ist den Produkten der Amazon-Eigenmarken vorbehalten.

Strategieänderung bei Amazon betrifft die Top-Position in Suchergebnissen

Auf den ersten Positionen in den Suchergebnissen bei Amazon sind zunehmend die Eigenmarken des Unternehmens zu finden, das berichtet Pro Publica. Sofern der Konzern zu einer Suchanfrage passende eigene Produkte vorhält, werden diese jetzt konsequent und prominent angeboten. So entstehen den wettbewerbenden Amazon-Händlern*innen erhebliche Nachteile.

Die Top-Position in Suchergebnissen des Handelsriesen werden nach wie vor oft noch durch bezahlte Produktplatzierungen gefüllt. Der Konzern verzichtet auf diese Einnahmen neuerdings zugunsten des Verkaufs von Artikeln der hauseigenen Marken.

Analysten haben beobachtet, dass viele Konsumenten*innen, die auf der Verkaufsplattform nach Produkten suchen, eine Entscheidung zugunsten der erstplatzierten Produkte treffen. Indem Amazon die erste Platzierung für Konzern-Eigenmarken verwendet, verschafft sich der Marktführer demzufolge einen weiteren großen Vorteil gegenüber Wettbewerbern*innen.

Top-Position in Suchergebnissen immer öfter reserviert für Eigenmarken

Amazon hat die Strategie-Änderung gegenüber Pro Publica bestätigt. Ein Konzernsprecher sagte, dass man, basierend auf einer Vielzahl von Faktoren, wie jedes andere Einzelhandelsunternehmen, regelmäßig Entscheidungen zu den Platzierungen treffe. So sei es auch zu der Entscheidung zur Einführung der sogenannten Merchandising-Platzierungen gekommen.

Nach Recherchen von Pro Publica führt der Handelsriese derzeit 45 Eigenmarken und vertreibt darüber insgesamt 243.000 unterschiedliche Produkte.

Nach Einschätzungen des Marktforschungsinstitut Coresight Research spielen die Handelsmarken in der Gesamtstrategie des Konzerns eine immer wichtigere Rolle.

Im US-Onlinehandel entfallen ca. 40 Prozent des Umsatzes derzeit auf Amazon.

Viele Marken und Onlinehändler*innen zahlen zwischen 10 bis 30 Prozent des Verkaufsumsatzes an den Plattformanbieter, um in den Top-Platzierungen in Suchergebnissen zu erscheinen.

Als Plattformanbieter profitiert Amazon natürlich davon, dass konzernintern keine Kosten für die vorderen Suchergebnisse anfallen.

Suchergebnisse weit oben werden beim Kauf bevorzugt

Pro Publica hat beobachtet, dass der Merchandising-Platz für Konzern-Artikel immer als Top-Position in Suchergebnissen mit einer Eigenmarken belegt ist, sofern es welche gibt, die zur Suchanfrage passen.

Amazon erklärte, dass die Änderung der Kennzeichnung dieser Merchandising-Funktion seit vielen Monaten geplant gewesen sei. Ein zeitlicher Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sei zufällig und nicht geplant gewesen.

Hohe Beliebtheit der Amazon-Eigenmarken?

Den Schritt hin zur Merchandising-Funktion begründet Amazon mit der großen Beliebtheit der Eigenmarken. Die Produkte der Eigenmarken hätten im Durchschnitt höhere Kundenbewertungen, niedrigere Rückgaberaten und höhere Wiederholungskaufraten als vergleichbare Artikel, heißt es von Konzernseite.

Amazon hebt, wie es andere Unternehmen im Einzelhandel auch tun, seine Eigenmarken bei Werbeaktionen und im Marketing hervor. In Supermärkten beispielsweise werden Eigenmarken prominent in den Regalen und auf Verkaufsflächen präsentiert. Amazons Stellung im Onlinehandel spielt hier natürlich eine entscheidende Rolle, dass zeigen  ganz klar die Marktanteile des Konzerns. Die Auswahl bei Amazon an eigenen Artikel ist dazu gewaltig und wird sicher weiter wachsen. Der Konzern hat alle Möglichkeiten, sich die Perlen im Verkauf zu sichern. Durch Analysen der Verkaufsergebnisse seiner Handelspartnerunternehmen hat man jederzeit Zugriff auf die Topseller und kann dazu auch eigene neue Produkte zu entwickeln, um das Sortiment zu erweitern.

Viele Händler*innen im E-Commerce und natürlich Zulieferunternehmen nutzen den Marktführer Amazon als primäre, wenn nicht sogar als einzige Verkaufsplattform. Hier werden jetzt sicher Probleme entstehen. Die Angebote besonders kleinerer, allerdings durchaus auch größerer, Partnerunternehmen werden gegen derart prominent platzierte Eigenmarken nicht konkurrieren können. Und natürlich hat auch nicht jedes Unternehmen, welches bisher auf die Verkaufsplattform von Amazon gesetzt hat, die Möglichkeit selbst Eigenmarken anzubieten.

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[Foto von Luis Quintero | Pexels]

 

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