Paketdienst
5. Oktober 2017

Onlineshops brauchen mehr als einen Paketdienst

Online-Händler sollten immer mehr als einem Paketdienst anbieten

Weihnachten steht vor der Tür. Damit Geschenke rechtzeitig ankommen und auch im restlichen Jahr die Logistik zuverlässig funktioniert, ist die Zusammenarbeit mit nicht nur einem Paketdienst sehr zu empfehlen. Viele Online-Händler haben derzeit noch nur einen Logistikpartner, die Anbindung mehrerer Paketdienste bietet allerdings viele Vorteile. Zusätzliche Sicherheit, falls der Hauptpartner ausfällt, ist sicher ein überzeugendes Argument, aber man kann so auch dem Kunden einen Mehrwert bieten und als Online-Händler unter Umständen Portokosten reduzieren.

Mit mehreren Paketdiensten Ausweichmöglichkeiten schaffen

Probleme im Paketzentrum oder eine Hackerattacke können ihren Paketdienst schnell und kurzfristig außer Gefecht setzen. Wenn dann kein weiterer Logistiker verfügbar ist, stehen Händler vor einem großen Problem, denn erst im Notfall eine neue Geschäftsbeziehung anzubahnen ist zeitintensiv und es kommt jede Menge Arbeit zu den Versandproblemen hinzu. Die neue Logistikschnittstelle muss an den Onlineshop angebunden werden, eventuell passen Label- oder Datenaustauschformate nicht sofort und müssen eingerichtet werden.

Es bietet sich immer die Möglichkeit, den Paketdienst direkt an den Onlineshop anzubinden oder einen der noch relativ neuen Logistik-Service-Provider als Plattform für viele Paketdienste im In- und Ausland zu integrieren. Shipcloud, Sendcloud oder Packlink beispielsweise sind relativ einfach an die gängigsten ERP- oder Shopsysteme anzubinden und bieten einen schnellen effektiven Zugang zu Paketdiensten. Bereits bestehende Verträge mit Paketdiensten können zumeist weiterverwendet werden und alle Logistiker der Plattform lassen sich meist direkt am ersten Tag nach der Einrichtung nutzen. Die Service-Provider bündeln auch die Tracking-Nachrichten an einer Stelle und fassen sie für das Shopsystem zusammen. Das erleichtert die Kundenkommunikation ebenso wie die Möglichkeit, bei auftretenden Problemen Kunden zukünftig direkt aktiv zu informieren.

Die einzelne Anbindung eines weiteren Paketdienstes setzt oft gewisse Mindestmengen voraus. Die Verhandlung von Tarifen gestaltet sich oft schwierig. Nur wenn alle Sendungen auf einen Paketdienst konzentriert werden, bekommen Händler gute Konditionen. Die Rahmenverträge der Logistik-Service-Provider sind hier meist günstiger, als kleine Mengen aufgeteilt direkt über mehrere Paketdienste befördern zu lassen.

Günstiger, schneller oder Kundenwunsch-Versand – Paketdienst nach Spezialisierung auswählen

Onlineshop-Bertreiber sollten vorsorgen und mindestens einen weiteren Paketdienst anbinden. Das kommt natürlich auch ihren Endkunden entgegen, die gerne ihren Lieblingsdienstleister auswählen und im Internet erstaunlicherweise leidenschaftlich diskutieren, welcher Paketdienst nun der Beste ist.

Die Paketdienste unterscheiden sich unter anderem in den Laufzeiten. Auch in verschiedenen Postleitzahlengebieten kann es zu  unterschiedlichen Paketlaufzeiten kommen. Außerdem variieren die Geschäftszeiten, zu denen die Paketdienste zustellen. Die schnellsten Paketdienste in der jeweiligen Region lassen sich natürlich statistisch ermitteln. Eine Lieferstudie des Bundesverbandes Onlinehandel (Bvoh) zusammen mit dem Dienstleister Parcellab für Internet-Händler gibt einen ersten Überblick.

Wer auf Lieferungen am nächsten Tag oder schon am selben Tag setzt, benötigt einen spezialisierten Express-Paketdienst, die ebenfalls an den Onlineshop angebunden werden können.

Durchaus sinnvoll ist es auch, für das Auslandsgeschäft Alternativen zu haben. Auch hier haben Logistik-Provider interessante Angebote, die einfach an den Shop anzubinden sind und effektiv genutzt werden können. Shipcloud hat beispielsweise aktuell den Auslandsspezialisten Parcel One eingebunden, der mit 35 Carriern in 235 Ländern zusammenarbeitet. Im europäischen Raum kann Parcel One den Kunden der deutschen Onlinehändler die Auswahl ihres Lieblings-Paketdienstes vor Ort überlassen – in den meisten Ländern hat der Anbieter mehrere Dienstleister unter Vertrag. Post- oder DHL-Sendungen ins Ausland werden hingegen aufgrund der internationalen Post-Abkommen immer an einen bestimmten Vertragspartner übergeben.

Mehrere Paketdienste als Versandpartner im Onlineshop anzubieten ist empfehlenswert – nicht nur aus Gründen der Sicherheit in der Logistik. Kundenvorlieben im Versand sind als Einkaufsargument nicht zu unterschätzen, denn viele Besteller haben schlechte Erfahrungen mit Paketdienstleistern gemacht und diskutieren diese sehr intensiv in Social Media Kanälen. Und bei der Vielzahl der Spezialisierungen der Logistiker, gibt es auch immer eine schnellere, zuverlässigere, günstigere Alternative – nicht nur für den Auslandsversand, sondern auch in die unterschiedlichen Regionen Deutschlands.

Quellen und mehr Infos:

Beitrag bei T3N zum Thema

Paketstudie von BVOH

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