Zahl der Heavy Online-Shopper steigt in der Corona-Krise

Zahl der Heavy Online-Shopper steigt in der Corona-Krise

Online-Shopper

Die Corona-Krise hat dem Onlinehandel massiven Rückenwind verliehen. Die Zahl der Heavy Online-Shopper hat deutlich zugenommen. Das E-Commerce-Wachstum aus dem April und Mai 2020 in Deutschland stabilisiert sich auf hohem Niveau. Das zeigt aktuell eine Umfrage der Arvato-Tochter AfterPay.

Während der zunächst boomende Markt für Toilettenpapier schon im Mai 2020 wieder zusammengebrochen ist, lag das Niveau der Online-Käufe in Deutschland noch um mehr als ein Drittel über dem Level aus Vor-Corona-Zeiten. Um bemerkenswerte 36 Prozent legte das Niveau der online getätigten Käufe bis Mai in Deutschland zu. Allein zwischen der ersten und zweiten Aprilhälfte gewannen die Online-Käufe mit einem Anstieg von 15 auf 36 Prozent um mehr als die Hälfte hinzu.

Mehr Heavy Online-Shopper sorgen für wachsende Anforderungen an Online-Händler

Die Deutschen verlagerten schon im April 2020 ihre Einkäufe verstärkt ins Internet. Zu Beginn der Corona-Krise lag dies vor allem an geschlossenen Geschäften sowie natürlich an der Vermeidung von physische Begegnungen mit anderen Menschen.

Im Mai 2020 war der Hauptgrund für das vermehrte Online-Shoppen dann vor allem Bequemlichkeit. Auch Preisvorteile bei Online-Angeboten haben zur Entwicklung deutlich beigetragen.

Wie wird sich E-Commerce 2020 entwickeln?

Insgesamt zeigen die Umfrageergebnisse, dass die Anforderungen der Verbraucher gegenüber den Händlern seit Ende März 200 zugenommen haben.

Die Auswahlkriterien „niedrigster Preis“ und „Sicherheit des Webshops“ haben den stärksten Bedeutungszuwachs verzeichnet. Die zunehmend wichtige Rolle des Preis-Argumentes könnte auf die persönlichen Finanzsituationen der Verbraucher zurückzuführen sein. Ein Grund für die Deutschen, zum Ende des Mai etwas weniger Waren online zu erwerben und aufgrund einer unsicheren persönlichen finanziellen Situationen die Ausgaben etwas zu begrenzen. Im April lag die Ursache für eine Kaufzurückhaltung noch in der gesamtwirtschaftlichen Lage begründet. Viel deutet also darauf hin, dass die Verbraucher zunehmend von einem ‚Wir‘-Modus in einen ‚Ich‘-Modus wechseln.

Doch obwohl die Konsumenten anscheinend zunehmend auf das eigene Portemonnaie achten, zeichnet die Umfrage für Onlinehändler ein durchaus erfreuliches Bild für den Juni 2020. 16 Prozent der befragten Online-Shopper planen im Juni mehr zu kaufen als im Mai 2020. Mehr als zwei Drittel möchten zumindest gleich viel online kaufen (69 Prozent). Nur 13 Prozent der Befragten werden geplant ihre digitalen Einkäufe reduzieren.

Der Online-Handel dürfte also weiterhin auf hohem Niveau verbleiben. Obwohl die meisten lokalen Geschäfte bereits wieder geöffnet haben, stabilisiert sich der Anteil des E-Commerce mit der Tendenz weiter zu wachsen.