Facebook Shops als Plattform für den Onlinehandel

Facebook Shops als Plattform für den Onlinehandel

Facebook Shop

Facebook startet mit Facebook Shops in den Onlinehandel. Händler*innen sollen jetzt schnell mehr Geschäfte direkt in der Facebook-Community abwickeln können. Facebook Shops könnte zum ersten Konkurrenten für die Marktführer Amazon, Ebay, Google, Alibaba und Co werden.

Ist Facebook Shops für kleine Firmen geeignet?

Zum Einstieg in den Onlinehandel bietet Facebook Shops ein einfaches Baukastensystem. Das ist keine wirklich neue Idee, denn billige und nicht unbedingt erfolgsfördernde  Baukastensysteme gibt es wie Sand am Meer. Facebook liefert allerdings jetzt auch ein komplettes Onlineshop Frontend – von der Auswahl der Produkte bis zum Checkout und der Zahlung über Facebook.

Facebook Shops zielt mit der Werbung für das neue Produkt auf kleine Firmen, die laut Konzernangabe von dem neuen System profitieren können. Der Aufbau eines Onlineshops soll – und das ist erstmal eine niedrige Einstiegshürde – kostenlos sein.

Eine direkte Verzahnung von Facebook Shops zu den weiteren Funktionen des Konzern-Angebotes soll Verkäufer*innen direkt mit potentiell interessierten Käufern*innen zusammenbringen. So soll mittels Chats und weitere Kommunikationsangebote ein reger Austausch entstehen.

Die neue Funktion „Live-Shopping“ soll ermöglichen, die Waren direkt per Video-Livestream einkaufen zu können. So greift Facebook Shops das Konzept von Shopping-Kanälen auf, denn insbesondere über Instagram ist diese Art des Verkaufens schon etabliert. Das virtuelle Aus- und Anprobieren von Kleidung oder Brillen, das Testen von Kosmetika sowie das Platzieren von Möbeln soll durch Augmented Reality möglich werden.

Zusätzlich will Facebook bereits bekannte Bonus- und Treueprogramme in die neue Verkaufsplattform integrieren. Kleinere Unternehmen sollen Hilfestellungen erhalten, um selbst solche Programme aufzulegen.

Facebook und das ganz große Geschäft mit der Werbung

„Kostenloser Onlineshop“ klingt natürlich erstmal toll. Es sollen jedoch Gebühren für die Bezahlfunktionen fällig werden. Kostenfrei bleibt nur die Einrichtung der Shops für Händler*innen, die die Einrichtung eben auch selbst machen. Bei den Gebühren geht es für Facebook erstmal darum, die Kosten zu decken.

Facebook geht davon aus, mit Werbeanzeigen der Unternehmen die Einnahmen des Online-Netzwerks deutlich erhöhen zu können. Das Werbesystem des Social Media Konzerns funktioniert mit Auktionen. Jedes Unternehmen kann so viel bieten, wie ihm Anzeigen wert ist. Anzeigen werden natürlich so immer wertvoller, wenn diejenigen, die sie anklicken, mit größerer Wahrscheinlichkeit auch etwas kaufen. Hier wird Facebook also geplant mehr Geld mit Werbung verdienen.

Facebook möchte über die neue Shopping-Plattform vor allem aber auch weitere Daten über das Verhalten der Kunden*innen sammeln. Sicher wird der Konzern also auch von Informationen zum Kaufverhalten profitieren. Wer im Online-Marketing weiß, wer wann  was kaufen möchte, hat eine machtvolle Position.

In Deutschland können Facebook Shops schon jetzt zusammengestellt werden. Die Funktion  soll dann sukzessive weltweit freigeschaltet werden. Spezielle Instagram Shops werden geplant im Sommer 2020 in den USA möglich sein.

Der Konzern setzt auf die Reichweite seiner beiden Netzwerke Facebook und Instagram. In dem neuen Dienst sollen Händler perspektivisch über die beiden Netzwerke ihre Waren verkaufen können.

Der neuen „Kundenfreiheit“ bei Facebook und Instagram stehen allerdings auch viele Regularien gegenüber. Händler*innen, die Facebook Shops nutzen möchten, sollte sich zuvor dringend rechtlichen Rat einholen, denn sie sind an diese Regularien gebunden.

Der neue Facebook-Dienst wird vermutlich dank zahlreicher Möglichkeiten, den geringen Startkosten und der enormen Reichweite der Konzern-Plattformen für viele Neulinge im E-Commerce von großem Interesse sein.

Im Onlinehandel gilt es jedoch, dieselben gesetzlichen Regeln wie im stationären Handel einzuhalten. Ergänzend gibt es allerdings für den Onlinehandel spezielle Gesetze, die zwingend zu beachten sind.

Wer diese teils komplexen Regeln nicht kennt, läuft schnell Gefahr, kostenpflichtig abgemahnt zu werden. Es lauern überall zahlreiche Fallstricke, welche es zu vermeiden gilt. Die Abmahngefahr im E-Commerce ist besonders hoch. Besonders die neuen Big-Player wie Facebook Shops und Instagram Shops, werden die Aufmerksamkeit der Abmahnbranche auf sich ziehen.

Deshalb sollten Onlinehändler wissen, welche besonderen Rechtsvorschriften einzuhalten sind. Abmahnungen und die damit verbundenen Kosten können besonders für kleine Unternehmen, die als Zielgruppe für das neue Produkt zu sehen sind, existenzgefährdend werden oder die unternehmerische Existenz sofort beenden.

Fazit – Corona beschleunigt auch bei Facebook den E-Commerce

Bekommt Amazon jetzt Konkurrenz von Facebook und Instagram Shops? Facebook wird Amazon nicht ablösen, aber mit guten Chancen in das Segment E-Commerce einsteigen und künftig sicher eine wichtige Rolle spielen.

Facebook wird auch durch die Einbindung weiterer Dienste aus dem Konzern-Baukasten den Druck auf etablierte Onlineshop-Plattformen verstärken.

Händler*innen und Kunden*innen werden über WhatsApp, den Facebook Messenger sowie über Instagram direkt kommunizieren. Und wer im Facebook-Ökosystem seine Kreditkartendaten hinterlegt hat, kann so auch direkt zahlen.

Die Corona-Pandemie hat bei Facebook zur Beschleunigung der Shop-Entwicklung geführt. Aufgrund der Krise denken immer mehr Unternehmen über einen Start in den E-Commerce nach und besonders Kleinunternehmen suchen für den Einstieg unkomplizierte Lösungen.

Mit der Idee, in der Krise schnell und einfach Onlineshops aufzubauen, ist Facebook allerdings nicht alleine. Schon direkt nach dem Eintreten der ersten Lockdowns im März 2020 engagierten sich zahlreiche, vorzugsweise auch regional bezogene, Initiativen dafür,  kleinen Ladenbetreibern dabei zu helfen, schnell und kostenlos einen Onlineshop zu eröffnen.

Facebook wird mit dem neuen Angebot anderen Onlineportalen, die ebenfalls einfache Shop-Lösungen anbieten, Konkurrenz machen. Die bereits heiß diskutierte Zerschlagung des Internetriesen rückt aufgrund der neusten Projekte und der sich immer stärker ausdehnenden Handlungsfelder des Konzerns wieder in den Fokus der Öffentlichkeit.

Als Internetagentur kann Simple Web-Solutions Sie beim Start in den Onlinehandel umfassend unterstützen. Wir beraten strategisch, helfen Ihnen das passende Onlineshop-System zu finden und erarbeiten mit Ihnen eine Online-Marketing-Strategie. Natürlich werden wir auch die Nutzung von Social Media mit Ihnen thematisieren.

Hier können Sie direkt mit Simple Web-Solutions in Kontakt treten.

Simple Web-Solutions empfiehlt immer, nicht erst im Schadensfall, die Rechtsberatung Ihres Vertrauens hinzu zu ziehen. Lassen Sie sich frühzeitig beraten, welche rechtlichen Regularien im E-Commerce zu beachten sind. Bestenfalls tun Sie das schon, bevor der Ernstfall eintritt.

Simple Web-Solutions GmbH

Tel.: +49 (0) 6003 / 93 4 56 - 0

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Quellen: facebookheise.de

[Foto von Kaboompics.com | Pexels]

 

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