E-Commerce Trend: 13 spannende Entwicklungen für 2020

E-Commerce Trend: 13 spannende Entwicklungen für 2020

E-Commerce Trend

Wer zum Jahresbeginn über E-Commerce Trends schreibt, kommt an den E-Commerce-Trends der letzten Jahre nicht vorbei. Und auch wenn die Zahl 13 nicht unbedingt positive Signale setzt, das Wachstum im E-Commerce ist nach wie vor unverändert auf stabil hohem Niveau.

Die Entwicklungen der letzten Jahre reichen auch in die Zukunft. Von immer individueller werdenden Kundenerlebnissen über Mobile Commerce, Einführung von 5G, Online-Zahlungsmethoden, Künstliche Intelligenz bis hin zur Umsetzung von Augmented Reality beim Einkaufen reichen die Themen. Zeitgemäße Logistik-Lösungen und Sicherheit im Internet gewinnen an Bedeutung.

E-Commerce Trend 2020 – Branche mit stabilem Wachstum

Laut Zahlen des Handelsverbandes Deutschland wuchsen die Umsätze im E-Commerce zwischen 2010 und 2018 jährlich um durchschnittlich 17,2 Prozent. Die Umsätze des gesamten Einzelhandels, also inklusive des stationären Handels, legten im diesem Zeitraum preisbereinigt um nur 1,3 Prozent zu. Diese magere Entwicklung des stationären Handels geht vor allem zulasten der mittelständischen Fachhändler, deren Marktanteil sich von 2000 bis 2018 nahezu halbiert hat. Betrug der Anteil des E-Commerce an den Einzelhandelsumsätzen 2017 noch 9,6 Prozent, soll er nach einer Studie von ibi research bis zum Jahr 2025 bis auf 15,5 Prozent ansteigen. In einem etwas progressiveren Szenario wird sogar ein Anstieg bis auf 18,0 Prozent erwartet. Der Marktanteil der Onlineshops wächst also stabil. Die Zahl der Online-Shopper im Mobile Commerce steigt ebenfalls. Es ist zu erwarten, dass sich die Umsätze im Online-Handel weiterhin konstant stabil positiv entwickeln. Ein Ende des E-Commerce Booms ist nicht abzusehen.

Stabiler E-Commerce Trend: Mehrwert für Kunden schaffen

Der E-Commerce-Sektor steht vor größeren Entwicklungen und das nicht nur in Deutschland. Alle Länder der Welt sind betroffen. Der Online-Handel erlebt eine Welle an technologischen Innovationen. Nach Industrie 4.0 ist es an der Zeit, in den Handel 3.0 zu starten. Das betrifft den Online-Handel B2B und B2C.

Nach Umfragen unter deutschen Online-Händlern planen ca. 29 Prozent Investitionen in mehr Sicherheit, was deutlich über dem weltweiten Vergleich von ca. 21 Prozent liegt. Auch deutlich über dem weltweiten Trend lagen 2019 die Investitionen in Mobile Apps. Für die nächsten fünf Jahre erwarten ca. 31 Prozent der befragten Online-Händler ein deutliches Wachstum im Einsatz von künstlicher Intelligenz im E-Commerce.

13 E-Commerce Trends begleiten uns

Auch in den nächsten Jahren bleibt es wichtig, im E-Commerce mit den technologischen Entwicklungen sowie zukünftigen Trends Schritt zu halten. Bleiben Sie am Drücker und bereiten Sie sich jetzt auf die Zukunft des E-Commerce vor. Setzen Sie Trends um, die sich abzeichnen.

Die Basis für erfolgreichen Online-Handel bilden gut strukturierte und schnelle Onlineshops. Immer mehr Shopper greifen mobil auf Onlineshops zu.

Bereits 2018 wurden 38 Prozent aller Transkationen im E-Commerce über mobile Endgeräte abgewickelt. Die Anzahl der mobilen Käufe wächst weiter, Käufer informieren sich allerdings mittlerweile auch komplett mobil und treffen mobil die Kaufentscheidung.

2019 erfolgten bereits fast 60% aller Google-Suchanfragen über mobile Endgeräte. Suchmaschinen empfehlen Online-Händlern bereits seit längerer Zeit, Webseiten und Onlineshops benutzerfreundlich zu gestalten.

Auch wir bei Simple Web-Solutions verfolgen den Trend seit langem und beraten unsere Kunden dahingehend, E-Commerce-Angebote und Websites mobile-friendly und für User komfortabel zu entwickeln.

Im Jahresverlauf 2020 sollte 5G in Deutschland immer weiter verbreitet zur Verfügung stehen. Die neue Technologie eröffnet dem E-Commerce zahlreiche neue Möglichkeiten.

Die höhere Download-Geschwindigkeit transportieren Videoinhalte und Augmented Reality Angebote rasend schnell. Online Shopper können sich komfortabel in Einkaufsumgebungen umsehen und sich über gewünschte Produkte ausgiebig informieren.

Bis 2020 werden laut der aktuellen Gartner-Studie weltweit schon 100 Millionen Konsumenten in Ladengeschäften und in Onlineshops ihre Einkäufe unterstützt von Augmented Reality erledigen. Die Augmented Reality Technologie erlaubt es Usern, die für einen Kauf interessanten Produkte direkt in die zukünftige Umgebung zu integrieren. Dabei werden die ausgewählten Produkte nahezu physisch anfassbar und Einkäufe deutlich einfacher.

Künstliche Intelligenz und Machine Learning haben bereits beachtliche Auswirkungen auf viele Tätigkeitsbereiche. Auch im E-Commerce erleben wir Entwicklungen, die ein immer persönlicheres und personalisiertes Einkaufserlebnis ermöglichen.

Algorithmen machen es computergesteuerten Systemen möglich, durch die Analyse von Daten aus einer Datenbank oder von Sensoren das Verhalten und weitere Analysen entsprechend anzupassen.
Onlineshops werden beispielsweise dank Machine Learning in der Lage sein, potenziellen Käufern anhand der gespeicherten Daten und des bekannten Einkaufsverhaltens ein optimiertes Benutzererlebnis zu bieten.

Heute finden man bereits häufig die Registerkarten „Kauf-Empfehlungen“ oder „Kaufvorschläge“. Auf der Basis früher gekaufter, angeschauter oder auch ergänzend zum ausgewählten Artikel von anderen Kunden gekaufter Produkte, werden hier dem Besucher gezielt weitere Artikel angeboten.

Mehrere Studien zeigen, dass schon 2020 über 50 Prozent der Suchabfragen Sprachsuchen sein werden.

Für kleine und mittelständische Unternehmen bedeutet der Einsatz eines Sprachassistenten aktuell noch ein großes Investment, was sich vermutlich noch nicht auszahlt. Es drängen allerdings immer mehr Dienstleister auf dem Markt, so dass zeitnah mit sinkenden Aufwänden und einer niedrigeren Einstiegsschwelle zu rechnen ist.

Die großen virtuellen Assistenten wie Alexa von Amazon oder Google Home bekommen Konkurrenz von einfacheren Anwendungen. Drittanbieter ermöglichen es Online-Händlern, die Technologie der Spracherkennung zu nutzen.

Wer einsteigen möchte, kann den Onlineshop schon jetzt durch smarte Sprachassistenten erweitern.

45 Prozent aller Einkäufer im Online-Handel ziehen es vor, in einem Onlineshop zu bestellen, der personalisierte Produkt-Empfehlungen anbietet.

56 Prozent der Internet Shopper bestellen gerne erneut in einem Onlineshop, der personalisierte Kaufempfehlungen anbietet.

Amazon betreibt die Personalisierung im E-Commerce bereits vorbildlich. Kunden erhalten beim Besuch von Amazon unzählige Empfehlungen, die auf dem früheren Einkaufsverhalten basieren. Mit der „Wunschliste“ und der „Sammlung“ bietet der Handelsriese eine umfassende Personalisierung. Die Personalisierung endet bei Amazon allerdings nicht im Onlineshop. Durch Big Data analysiert man das Einkaufsverhalten und versendet individualisierte E-Mails mit angepassten Angeboten.

Wenn Sie nicht Amazon sind, verfolgen Sie dennoch in Ihrem Onlineshop das gleiche Ziel: Bieten Sie Besuchern das bestmögliche Erlebnis und passende Produkte.

Was englisch so toll klingt, beschreibt einen Trend im Kaufverhalten: Online recherchieren, offline kaufen.

Die Such- und Kaufgewohnheiten von unterschiedlichen Produkten und Dienstleistungen unterscheiden sich in Deutschland noch eklatant. Es sind jedoch klare Trends auszumachen, die sich auch verstärken werden.

Der Anteil der reinen Online-Abwicklung von Information und Kauf hat in allen Branchen zugenommen. In den letzten vier Jahren um 9 Prozent! Bis ins Jahr 2021 wird der reine Online-Anteil bei ca. 56 Prozent liegen. Der Anteil der Offline-Recherche mit anschließendem Offline-Kauf lag 2019 bei ca. 34 Prozent.

Ein Angstszenario des stationären Einzelhandels bestätigt sich nur teilweise. Es wird zumeist entweder gänzlich offline oder gänzlich online recherchiert und gekauft. Die Offline-Recherche mit anschließendem Online-Kauf, der vermeintliche Alptraum des stationären Handels, wird viel diskutiert, allerdings überschätzt und findet sehr selten statt. Gerade einmal 4 Prozent der Kaufprozesse sind betroffen. Auch die Online-Recherche mit anschließendem Offline-Kauf ist stark unterrepräsentiert und gehört nur für 13 Prozent der Konsumenten zum gewohnheitsmäßigen Handeln.

Sicher ist auch, dass 8 von 10 Benutzern Suchabfragen auf mobilem Endgeräten vornehmen, um bestimmte Produkte im stationären Einzelhandelsgeschäft zu finden. 18 Prozent der Konsumenten kaufen das Produkt dann innerhalb von nur 24 Stunden.

Onlineabfragen, die zu Offline-Käufen führen, sind ein spannendes Feld der Analyse und tragen zur Optimierung der ROPO-Strategie bei.

Kunden chatten mit einem Algorithmus statt mit einer realen Person. Die intelligente Technologie heißt Chatbot. Chatbots basieren auf maschinellem Lernen. Serviceanfragen beispielsweise oder eine konkrete Produktsuche leiten den Besucherdurch einen vorbestimmten Prozess und führen zum gewünschten Ergebnis. Für Kunden macht der Chatbot zunächst also keinen Unterschied gegenüber dem persönlichen Ansprechpartner. Er erhält eine Antwort auf eine konkrete Frage.

Nach Umfragen würden etwa die Hälfte aller Online Shopper Produkte direkt von einem Chatbot kaufen.

Chatbots werden bereits auch zur Gewinnung von Neukunden eingesetzt.

Das Paketvolumen nimmt von Jahr zu Jahr massiv zu und wird zu einer riesigen Herausforderung im Online-Handel. Die Verwaltung herkömmlicher Paketdienste wird immer komplexer und laufend erleichtern neue digitale Anbieter den Versandprozess. Die Entmaterialisierung und Automatisierung der Versand-Logistik steht an.

Blockchain erlaubt es, Daten sicher zu verschlüsseln, ohne dass hier eine zentrale Kontrollstelle benötigt wird. Als die bisher sicherste Technologie für Datenbanken, hat Blockchain die bekannte Kryptowährung Bitcoin möglich gemacht.

Die Vorteile der Blockchain liegen in sicheren Zahlungswegen, der Erhöhung der Geschwindigkeit bei Online-Transaktionen und natürlich in einer effizienten und sehr schnellen Verarbeitung von Daten.

Viele Unternehmen forschen mittlerweile zur Blockchain. Fraglos gehört die Technologie zu den großen E-Commerce Trends auch für die nächsten Jahre.

Der E-Commerce profitiert von mehr Transparenz und daraus resultierend einem höheren Vertrauen. Onlineshops werden schneller und bieten Verbrauchern ein besseres Einkaufserlebnis.

In Deutschland werden aktuell noch ca. 28 Prozent der Einkäufe per Rechnung getätigt. Und das, obwohl Zahlungsdienste wie Apple Pay, Samsung Pay oder auch Android Pay ein deutliches Wachstum verzeichnen.

Diese Wallets – also digitalen Brieftaschen - machen Transaktionen einfach und sicher. Auch im E-Commerce werden diese Zahlungsmethoden in Zukunft weiter wachsen, denn sie bieten dank Touch ID oder anderen Technologien sicheren Zahlungsverkehr.

Ein Warenkorb im Onlineshop sollte aber alle aktuellen Möglichkeiten zur sicheren und einfachen Zahlung abbilden.

Zu empfehlen sind nach wie vor die gängigsten Zahlungsarten.

Klassische Zahlungsarten:

  • Banküberweisung
  • Vorkasse
  • Rechnung
  • Nachname
  • Kreditkarte
  • Lastschrift

E-Payment Services:

  • PayPal
  • paydirect
  • Sofortüberweisung
  • Giropay
  • Wirecard
  • Skrill

oder Zahlungsdienstleister wie:

  • BSPAYONE
  • Heidelpay

Die Einführung virtueller Währungen wird definitiv eine ganz neue Ära im Online-Handel einläuten. Experten sahen im Mobile Payments mit 33 Prozent eine der wichtigsten Investitionen im Jahr 2019.

Nach einer Umfrage von Trusted Shops stellen für 51 Prozent der Online-Händler stellen Abmahnungen eine akute Existenzbedrohung dar. Und es gilt nach wie vor, der häufigste Abmahner ist der Mitbewerber.

1.336 Händler nahmen an der Umfrage von Trusted Shops teil und 558 davon wurden in den zwölf Monaten vor der Umfrage abgemahnt. Pro Abmahnung entstanden durchschnittliche Kosten in Höhe von 1.936 Euro. Ein exorbitantes Wachstum um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Enthalten sind hier nur die Kosten, die an die eigene und die gegnerische Rechtsvertretung zu zahlen sind. Dazu rechnen sich die eigenen Aufwände, die durch die Suche nach einem geeigneten Rechtsbeistand entstehen, wenn man diesen noch nicht hat, sowie durch Aufwände, die durch die Korrespondenz in der Abmahnangelegenheit anfallen. Dazu kommen die Aufwände, um die abgemahnten Mängel zu beheben und jede Menge Ärger.

In den letzten Jahren fiel besonders der IDO Verband durch einen hohen Anteil aller ausgesprochenen Abmahnungen auf. Der Anteil der Abmahnungen durch den IDO Verband lag schon einmal bei 55 Prozent, ist aktuell allerdings auf ca. 25 Prozent abgesunken. Lauf Trusted Shops zieht hier die Gesetzesänderungen zur Bekämpfung des Abmahnungswesens.

Immer häufiger werden die Angriffe auf Onlineshops und Webseiten. Hackerangriffe auf Unternehmen in Deutschland nehmen drastisch zu und werden immer gefährlicher.

Immer öfter werden nicht aktualisierte Content Management Systeme und veraltete Onlineshop Software angegriffen und gehackt. Beim Thema Sicherheit sowie Updates und Upgrades der für den Internetauftritt eingesetzten Software sind viele Unternehmen nach wie vor grob fahrlässig.

Cyberkriminelle nutzen diese Sicherheitslücken besonders bei Websites und Onlineshops mit Wartungsstau gerne aus und verursachen riesige Schäden.

Laut DSGVO sind Cyberangriffe mit Datenpanne der zuständigen Aufsichtsbehörde zu melden. Zu dem entstandenen Schaden durch den eigentlichen Angriff kommen so schnell auch noch horrende Strafen.
Ein Trend für die nächsten Jahre muss also sein: Investieren Sie in die Sicherheit Ihrer Systeme.

E-Commerce Trends 2020 – die Investitionen

2020 planen Online-Händler Investitionen in folgenden Bereichen:

  1. Sicherheit
  2. Social Commerce
  3. Mobile Apps
  4. Content Marketing
  5. Künstliche Intelligenz
  6. CRM

E-Commerce Trends für die nächsten fünf Jahre

Diese fünf Trends werden in den nächsten fünf Jahren die größten Auswirkungen auf den Online-Handel haben:

  1. Künstliche Intelligenz
  2. Mobiles Bezahlen
  3. Kryptowährungen
  4. Social Commerce
  5. Virtuelle Realität

Fazit:

Die E-Commerce Trends sind vielfältig und einige Technologien stecken noch in den Kinderschuhen. Sicher ist allerdings, dass Entwicklungen im E-Commerce zunehmend an Dynamik gewinnen. Nur wenn Sie aktuelle Trends im Blick haben, verstehen Sie die Anforderungen von morgen. Sie können angemessen agieren und müssen nicht überhastet auf neue Entwicklungen reagieren. Die Art, wie Ihre Kunden einkaufen, wird sich sicherlich grundlegend verändern.

Händler im E-Commerce sollten auch weiterhin die Nutzerfreundlichkeit und den Mehrwert für die Kosumenten über technologische Möglichkeiten stellen. Wägen Sie ab und beobachten Sie Ihre Kunden. So erhalten Sie Antworten auf Fragen wie
„Brauchen wir eine Augmented Reality-App?“
„Bestellen unsere Kunden irgendwann nur noch per Voice Commerce?“
„Möchten Besteller wirklich mit Kryptowährungen den Kaufprozess beenden?“

Welche E-Commerce Trends sehen Sie für die Zukunft?

Sprechen Sie uns gerne an. Hier können Sie direkt Kontakt zu Simple Web-Solutions aufnehmen!

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