Digital Coaching im Online-Handel B2C und B2B

Digital Coaching im Online-Handel B2C und B2B

Digital Coaching

Runde Tische und Workshops finden aktuell zum Thema „Handel und Digitalisierung“ gleich reihenweise statt. Der stationäre Handel scheint in der Digitalisierung angekommen zu sein. Um jedoch erfolgreich im E-Commerce zu bestehen und teure Fehler zum Projektstart zu vermeiden, ist eine neue Form der Unternehmens- und E-Commerce Beratung entstanden: Digital Coaching.

Die aktuell heiß diskutierten Themen „Digitale Transformation des Handels“ sowie „Entwicklung des innerstädtischen Handels“ begleiten uns allerdings schon seit vielen Jahren. Sie gewinnen jetzt in Pandemiezeiten noch einmal deutlich an Dynamik. Covid19 ist sicher nicht der Auslöser für die Krise im stationären Einzelhandel. „Corona“ ist auch nicht verantwortlich für zunehmende Leerstände, von denen mittlerweile auch innerstädtischen Toplagen betroffen sind. Das Virus ist allerdings ein Katalysator.

Digital Coaching und E-Commerce Beratung für den Handel B2B und B2C

Die konkreten Auswirkungen der Digitalisierung sind für viele Menschen und Unternehmen hierzulande leider noch immer Neuland.

Dass sich die Handelslandschaft in den vergangenen Jahren stark verändert hat und was die stark wachsende Digitalisierung bewirkt hat, dürfte allerdings mittlerweile auch den letzten Einzelhändler*innen aufgefallen sein. Viele gaben sich bereits den Handelsriesen Amazon, Ebay, Alibaba & Co. geschlagen und machten ihre Geschäfte einfach zu. Andere steckten erstmal „den Kopf in den Sand“, zogen ihn nach einigen Monaten wieder heraus, und stellten fest: Alles ist noch viel schlimmer als vorher, das Internet und der E-Commerce wurden nicht abgeschafft.

Es verwundert also auch in Zeiten der nächsten Handelskrise kaum, dass 50 bis 70 Prozent (Zahlen des Handelsverbandes NRW) der Einzelhändler*innen weiterhin keine Digitalstrategie für ihre Unternehmen haben. Formulieren wir es positiv, das bedeutet auch, dass bereits 30 bis 50 Prozent der Einzelhändler*innen eine Digitalstrategie haben.

Was tun also Händler*innen, die bisher eher die „Kopf-im-Sand-Methode“ angewandt haben? Sie schauen tatenlos zu, wie sich die Umsätze des Onlinehandels weiter positiv entwickeln. Jährliche Wachstumsraten im zweistelligen Bereich sind als stabiler Trend im E-Commerce seit vielen Jahren zu verzeichnen. Dieses Wachstum im E-Commerce geht natürlich auf Kosten derjenigen, die sich nicht beteiligen.

Warum sollten Einzelhändler*innen jetzt also im Neuland der Digitalisierung versauern, während sie auch im digitalen Wunderland leben könnten?

Schwerpunkte für ein Digital Business Coaching

Unternehmer*innen im Handel B2C und B2B müssen nicht nur ihre Verkaufsplattform auf den aktuellen Stand heben. Es ist auch erforderlich, das Team der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit in die digitale Welt zu nehmen!

Die Digitalisierung – und auch da erzählen wir nichts Neues – erfasst früher oder später alle Jobs. Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden nicht mitnehmen, werden diese – zu mindestens die engagierten – zeitnah an den Wettbewerb verlieren. Die schlechten Teammitglieder*innen begleiten Unternehmer*innen dann in der Insolvenz.

Lebenslanges Lernen wird zunehmend eine Notwendigkeit im digitalen Zeitalter. Die weltweite Konkurrenz um die High Potentials wird gewaltig zunehmen, der Wettlauf um die besten Mitarbeiter*innen hat in allen Branchen bereits begonnen. Die Generation der Millennials ist es gewohnt, weltweit und digital zu denken.

Es ergeben sich also Schwerpunkte, die in einem Digital Coaching Berücksichtigung finden können. Wichtig ist es, neben den technischen System und der Software, Menschen und deren digitale Kompetenzen ins Zentrum des Handelns zu stellen und den digitalen Wandel am Arbeitsplatz so zu unterstützen.

Innerstädtischer Handel, Leerstände und die Digitalisierung

Selbst Minister Peter Altmaier hat bereits, sein eigenen Konsumverhaltens als Beispiel nutzend, ausgeführt, wie wichtig Innenstädte sind und dass auch er den Weg in die Digitalisierung des Handels als die primäre Herausforderung sieht. Genau hier setzt das Digital Coaching für den E-Commerce an, das mittelständische Unternehmen näher an digitale Lösungen heranführt.

Einkaufserlebnis, Digitalisierung, Omnichannel, Nachhaltigkeit – diese Begriffe begegnen uns täglich. Was bedeuten diese neuen Begriffe eigentlich für den Handel und welche Auswirkungen hat das alles auf die tägliche Arbeit?

Wie wichtig das Thema digitaler Handel wird, zeigt sich auch daran, dass immer mehr Verantwortliche in Städten, sich mit den Themen E-Commerce und Stadtentwicklung befassen und dabei für vitale Innenstädte arbeiten. Die Umnutzung von Leerstandsflächen, hier wird es zukünftig auch verstärkt um Büroflächen gehen, sowie die Digitalisierung in der Stadt werden endlich thematisiert. Auch Parkhäuser, Kaufhäuser oder Messehallen müssen in der Nutzung neu gedacht werden.

E-Commerce bewirkt nicht nur in der Handelsbranche einen tiefgreifenden Strukturwandel

Kund*innen bewegen sich heute längst ganz selbstverständlich zwischen digitaler und analoger Welt. Stationäre Händler*innen müssen Verbraucher*innen heute und in Zukunft entsprechend eben auch in beiden Welten abholen.

E-Commerce ist für den stationären Handel zu einer unerlässlichen Ergänzung geworden. Doch natürlich ist auch der Online-Handel kein unbedingter Erfolgsgarant. Wichtig ist daher für Händler*innen im B2B und B2C Segment, sich mit den Chancen und Risiken des E-Commerce gut auszukennen und eine begleitende E-Commerce Beratung zu nutzen. Im besten Fall setzt man auf eine E-Commerce Beratung bereits, bevor man sich in das Abenteuer Online-Handel stürzt.

Die Digitalisierung und eine E-Commerce Beratung können dabei helfen, interne Prozesse im Unternehmen zu optimieren. So stärken Händler*innen die Zukunftsfähigkeit des stationären Handels. Davon profitiert natürlich dann auch die Attraktivität der Innenstädte.

Handel digital (er)leben

Das Fundament für die Digitalisierung eines Unternehmens bildet immer eine Analyse der Prozesse, im E-Commerce mit dem Schwerpunkt auf Verkaufsprozesse und Kontaktpunkte mit Kund*innen. So kann man aufzeigen, wie sich welche Prozesse digitalisieren und auf einer zentralen Plattform bündeln lassen.

Aus den Ergebnissen gewinnt man einen sicheren Startpunkt für spannende Initiativen und Geschäftsmodelle. So stellt man das Unternehmen auch über die aktuelle Krise hinaus dauerhaft auf sichere Füße.

Ein permanentes Monitoring der Prozesse und die Möglichkeit für Entscheider*innen, jederzeit schnell korrigierend eingreifen zu können, schaffen Sicherheit. Händler*innen kooperieren beispielsweise im Einkauf besser mit herstellenden Unternehmen. Ein schnellerer und sicherer Datenaustausch zwischen internen und externen Anwender*innen stellt sicher, dass Produkte schneller denn je eingeführt werden können.

Im Großhandel lassen sich die Einkaufsplanung und damit auch die Margen mit äußerst präzisen Analysen der Profitabilität optimieren. Der Vertrieb arbeitet entspannter mit Lieferunternehmen und Kund*innen zusammen, indem Lieferankündigungen, Abrechnungen und dergleichen einfacher denn je ausgetauscht werden können.

Tägliche Routinen gehen einfacher von der Hand. Kennzahlen zu jeder denkbaren Fragestellung stehen viel schneller präzise bereit.

Die Warenplanung und Warenversorgung richtet sich auf die Kund*innen aus. Die gesamte Prozesskette von der Finanz- über die Waren- und Sortimentsplanung bis zur Planung der Warenverteilung wird optimiert. Künstliche Intelligenz macht das zukünftig möglich.

Und endlich stehen Kund*innen und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt – für das optimale Kauferlebnis. Eine perfekte Customer Journey mit einem nahtlosen Einkaufserlebnis auf allen Kanälen und dem richtigen Kaufimpuls im richtigen Moment ist kein Hexenwerk mehr. Unternehmen kommen dem idealen Kauferlebnis immer näher, unter anderem, indem die Erfahrungen von Kund*innen und Mitarbeiter*innen ausgewertet werden und so für Verbesserungen genutzt werden können.

Maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz werden als Schlüsseltechnologien Einsichten bringen, welche Prozesse sich weiter automatisieren lassen. Besonders spannend wird es, diese Innovationen im Einzelhandel, auch im kleinen Umfeld, zu etablieren.

Und auch nachhaltiges Wirtschaften rückt besonders wieder in der aktuellen Situation weiter in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Handelsbranche ist angesichts wachsender Müllberge und Retouren besonders gefordert, die Erwartungen der Verbraucher*innen an eine nachhaltige Supply Chain und neue Klimagesetze zu erfüllen. Hier werden digitale Lösungen beispielsweise dabei helfen, den Verpackungsverbrauch in der Lieferkette zu bestimmen und zu senken, oder auch eine effiziente Kreislaufwirtschaft zu organisieren.