Corona Homeoffice – ein ganz persönlicher Lagebericht

Corona Homeoffice – ein ganz persönlicher Lagebericht

Corona Homeoffice

Wie sich die Zeiten doch ändern. Wir sind noch immer im Corona Homeoffice. Zum Jahresbeginn 2020 hatte wohl niemand nur eine Idee davon, was da auf die Gesellschaft zukommen wird. Themen, die noch zu Jahresbeginn für Diskussionen sorgten, verschwinden plötzlich in der Bedeutungslosigkeit.

Erinnern Sie sich noch an die Buzzwords „Brexit“, „Rollerchaos“, „Schaulästige“, „Bienensterben“ oder „Fridays for Future“? „Klimakatastrophe“ wird abgelöst von „Coronavirus“. Das Unwort des Jahres 2020 wird vermutlich „Öffnungsdiskussionsorgien“ werden. Die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern – es ist Frühling – und wir sind im Homeoffice. Es ist an der Zeit für einen Zwischenbericht – gnadenlos subjektiv – dafür aber direkt und persönlich aus meinem Heimbüro.

Arbeiten in Zeiten von Corona

Seit dem 16. März 2020 befinde ich mich, wie unser komplettes Team, an meinem Arbeitsplatz in meinem „Home“. Natürlich nicht rund um die Uhr. Ich kann mich allerdings, wenn es denn frisch ans „Work“ geht, komfortabel in meinen Büroraum zurückziehen und ungestört arbeiten, was sehr komfortabel ist.

Mit dieser, für eine Digitalagentur nicht besonders ungewöhnlichen Maßnahme „Homeoffice“, stellen wir bei Simple Web-Solutions während der COVID-19-Pandemie den geregelten Betrieb des Unternehmens sicher. Wir sind auch weiterhin für unsere Kunden erreichbar, arbeiten weiter an Projekten und optimieren unsere Abläufe.

Ein total subjektiver Bericht nach 6 Wochen im Corona Homeoffice

Auch das ist nicht sonderlich spektakulär, denn nach einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom arbeitet in Deutschland aktuell fast jeder zweite Berufstätige (49 Prozent) von zu Hause.

Für viele ist diese Situation noch Neuland und anscheinend mehr als sehr besonders. Die Aufregung in den Medien über das Thema lässt nicht nach, auf allen Kanälen berichten Journalisten von Ihren besonderen Erlebnissen zuhause. Korrigieren Sie mich gerne, aber eine Video- oder eine Telefonkonferenz sind jetzt nicht mehr wirklich eine Innovation, über die es zu berichten lohnt – oder etwa doch? Selbst die Familien Krethi und Plethi berichten doch seit Jahren im eigenen Videochannel aus dem „Homeoffice“.

Überraschend für mich ist es, dass Unternehmerverbände noch immer darüber rätseln, wie Unternehmen mit der „neuen Normalität“ umgehen sollen. Das Thema Digitalisierung begleitet uns ja nun schon einige Jahre. Ist es da nicht eher verwunderlich, das in der „alten Normalität“ so wenige Menschen mobil gearbeitet haben? Stehen Sie auch lieber jeden Tag mehrere Stunden im Berufsverkehr, um in ein Büro zu gelangen, wo Sie das tun, was Sie in der „neuen Normalität“ plötzlich auch zuhause tun können? Ich bin zwar gerne unterwegs, aber es gibt wahrlich angenehmere Dinge, mit denen ich meine Lebenszeit verbringe, als beispielsweise mit Pendeln. 49% weniger Pendler, weniger Staus, weniger Flüge, weniger Busfahrten, was macht das eigentlich für die Klimabilanz aus?

Zugegeben, wir erleben gerade besondere Zeiten, die auch beweisen, wie wichtig die Digitalisierung in Unternehmen ist. Noch bevor wir abschließend bewertet haben, was gute Digital Leadership ausmacht oder welche Rolle die digitale Ethik in Unternehmen eigentlich spielt, stecken wir mittendrin im digitalen Wandel und vollziehen ihn direkt und ohne Umwege. Und es funktioniert!

Außerhalb meiner Homeoffice-Blase tauchen Probleme in den Medien auf, die wir schon lange Jahre kennen und diskutieren. Die Probleme im Gesundheitssystem und der Pflegenotstand beispielsweise sind nicht neu. Der Einzelhandel leidet schon lange unter dem Onlinehandel. In Reisebüros fallen Aufträge weg – auch weil zunehmend online gebucht wird. Die Automobilindustrie schwächelt und schreit wiedermal nach dem nächsten staatlichen Förderprogramm. Flughäfen und Airlines, Messen, Hotelerie und Gastronomie hat es wirklich hart erwischt. Angesichts der Klimakrise werden aber Kurzstreckenflüge oder Messen an Bedeutung verlieren und tun dies bereits. Es gibt wiedermal eine Kinokrise. Die gibt es eigentlich seit der Erfindung des Videorekorders. Dennoch erfindet sich die Branche immer wieder neu – jetzt haben wir endlich auch wieder Autokinos und damit einen guten Grund, den Neuwagenkauf zu fördern.

Wird sich in und nach der Krise etwas ändern in der Gesellschaft? Oder haben wir schon wieder vergessen, dass wir uns für bessere Bezahlung für die „Corona-Helden“ einsetzen wollten? Der abendliche Beifall in den Großstädten muss dann wohl mal genügen. Sind wir mal ehrlich, er hat den „Helden“ auch nicht wirklich geholfen. Deren Chance auf eine Mindestrente ist jedenfalls auch momentan dahin. Jetzt ist wieder Haareschneiden und Sommerurlaub wichtig. Und Möbel kaufen. Und Biergarten. Und Freibad. Es kommt alles wieder auf die alte Schiene – oder?

Bill Gates hat angeblich eine weltweite Pandemie bereits vor einigen Jahren prognostiziert. Konsequenzen hatte das keine, auch nicht für eine gute Vorbereitung auf ein Krisenszenario.

Ich prognostiziere spontan aus meinem Homeoffice noch weitere Pandemien in den nächsten Jahrzehnten, möglicherweise auch schlimmere und ähnlich einer Ebola-Krise. Damals hatten wir Glück. Die Globalisierung schafft allerdings perfekte Voraussetzungen für die schnelle Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Und Corona ist ja auch nicht die erste wirklich schlimme Pandemie, wenn man beispielsweise Vergleiche zur spanischen Grippe 1918 oder der Hongkong Grippe 1968 anstelt.

Elon Musk nennt die Ausgehbeschränkungen wegen Corona jetzt „faschistisch“. Da kann man nur noch staunen, geht’s denn noch? Seine Sorge galt allerdings wohl weniger dem Schaden an der Freiheit der Demokratie und der Menschenrechte, den Corona vielleicht verursacht, als dem Schaden an der finanziellen Situation von Tesla.

Apropos Elon Musk: Ende März hatte er angekündigt, 1.000 in China gekaufte Beatmungsgeräte an Krankenhäuser zu spenden. Dann häuften sich kritische Berichte dazu, was Musk ebenfalls nicht erfreute. Die Geräte sind nicht angekommen, zu alt oder für die Beatmung von Corona-Patienten nicht geeignet. Was sagt man dazu?

Wie ich erfahren habe, befinden sich auch Heidi Klum und Ehemann Tom Kaulitz aufgrund der Corona-Krise gerade im Homeoffice. Sie teilen zuhause nicht nur Tisch und Bett, sondern auch den Schreibtisch. Gut, dass ich das jetzt auch weiß.

Immer wieder lese ich, dass Corona eine ganze Generation ähnlich prägen wird, wie der zweite Weltkrieg. Wenn ich da an meine Großmütter und ihre Erzählungen denke, meine Großväter konnten ganz unfreiwillig leider schon 1944 nicht mehr erzählen, sah die Situation in Deutschland und der Welt 1945 doch komplett anders aus. Wie passend, dass das offizielle Ende des 2. Weltkrieges am 8. Mai 1945 sich gerade zum 75 Mal jährt.

In zahllosen Beiträgen im Fernsehen oder besser noch in Geschichtsbüchern kann man sich überzeugen, dass der Vergleich unangebracht ist und sich verbietet. Damals hatten die Menschen in Deutschland deutlich weitreichendere Probleme, als fehlendes Toilettenpapier und Einschränkungen in der Nudelauswahl am ansonsten vollen Supermarktregal. Nudeln und Toilettenpapier fehlten allerdings damals auch.

Bei meinen wöchentlichen Einkaufsausflügen ins nahegelegene Gewerbegebiet schaue ich mich um und es sieht überall schon etwas aufgeräumter aus, als beispielsweise in Dresden 1945. Jetzt gibt es sogar wieder Spargel - weiß und grün. Alles wird gut.

Ist Ihnen übrigens schon mal aufgefallen, dass Ihre Textverarbeitung, wenn Sie einen Satz mit „2. Weltkrieg“ beginnen nach einem Absatz direkt ein „3.“ als Aufzählung vorschlägt. Ist mir gerade passiert, ehrlich. Wenn das mal kein schlechtes Zeichen ist oder schwarzer Humor der Programmierer. Verschwörungstheoretiker horchen hier sicher auf. Ich habe einfach einen alternativen Satzeinstieg gewählt.

Niemand, der oder die heute leben, wird die Corona-Zeit jemals vergessen. Die Situation ist wirklich ernst, es wird in manchen Branchen wirklich richtig eng. Kündigungen, wirtschaftliche Veränderungen und Neuerung kommen aktuell in einer Geschwindigkeit auf uns zu, die vor ein paar Monate noch undenkbar war.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Marcel Fratzscher sieht in der „Corona-Krise“ sogar den Sargnagel für den Neoliberalismus. „Der Staat ist die letzte Instanz, wenn es darauf ankommt", sagte Fratzscher. "Der Markt kann in entscheidenden Bereichen nicht mehr allein funktionieren“. Die Finanzkrise 2008/2009 habe dies angedeutet, ebenso die Migrations- und die Klimakrise. Als vierte große Krise des Neoliberalismus innerhalb von nur 12 Jahren macht Corona den Sack jetzt zu und hoffentlich nicht mehr auf.

Corona stresst uns, weil die Krise Fragen aufwirft, auf die aktuell niemand gesicherte Antworten geben kann. Halten wir uns also an Fakten, die wir nachvollziehen können. Und lesen lieber nicht zu viele Nachrichten und Fake-News. Es spricht ja aktuell jeder in ein Mikrophon, dem man eins hinhält – auch wenn es oft nichts zu sagen gibt. Ich schreibe ja auch für unseren Blog.

Was ich beobachte ist, dass zahlreiche Firmen, die bereits vor der Corona-Krise unter Druck waren, jetzt natürlich noch mehr unter Druck geraten sind. Dies betrifft allerdings auch Internetunternehmen, besonders natürlich jene, die eng mit den Krisenbranchen verknüpft sind. Beispielsweise Yelp entließ in den letzten Wochen ca. 1.000 Mitarbeiter und stellt weitere 1.100 unbezahlt frei. Bei Tripadvisor erwischte es 25% der Mitarbeiter, hier werden auch einige Büros geschlossen. Im Unternehmen verbleibende Mitarbeiter verdienen angeblich bis zu 20% weniger. Bei Trivago kommt es ebenfalls zu einer "signifikanten Reduzierung der Mitarbeiterzahl".

Allen drei Firmen haben allerdings gemein, dass sie sehr stark von Google abhängig sind. Und der Internetgigant Google hat sich in letzter Zeit vom Traffic-Lieferanten hin zum Wettbewerber gewandelt. Schon sehen die Zahlen in einigen Unternehmen nicht mehr so gut aus. Die Corona-Krise beschleunigt jetzt diesen Prozess. Die Krise hat ihn allerdings nicht verursacht.

Google Shopping wird jetzt (wieder) kostenfrei. Da hat Sundar Pichai, der CEO von Google, in den letzten Tagen wohl den Aktienkurs von Amazon beobachtet. Selbstfahrende Autos werden aktuell von der Börse weniger honoriert, als volle Logistikzentren, die immer schneller Waren umschlagen.

Googles Lösung für das Verkaufsproblem: Das Listing in Google Shopping wird (wieder) kostenfrei. Die Schlacht mit Amazon geht in die nächste Runde, nachdem mehr als die Hälfte aller Produktsuchen mittlerweile bei Amazon und nicht mehr bei Google stattfinden. Die Änderungen werden in den nächsten Wochen zuerst in den USA umgesetzt werden, der Rest der Welt soll aber noch im Jahr 2020 folgen
Amazon boomt in der Krise wie noch nie zuvor. In einer repräsentativen Umfrage hat Statista allerdings bereits im Herbst 2019 festgestellt, dass besonders in Deutschland Verbraucher Amazon eher skeptisch gegenüberstehen.

Ein Großteil der deutschen Verbraucher findet Amazons Marktmacht im Onlinehandel bedenklich und sorgt sich um die Folgen der potentiellen Monopol-Stellung des E-Commerce-Riesen. Misstrauen bringen die Besteller besonders den Produktbewertungen bei Amazon entgegen und bemerken immer häufiger, dass der Verkaufsriese seine Marktmacht ausnutzt, um nicht mehr der günstigste, sondern der teuerste Anbieter zu sein.

Zurück an die Arbeit im Corona-Homeoffice

Zugegeben, für mich und meine Kollegen war die Situation nur in Teilen neu. Wir arbeiten alle bereits seit mehreren Jahren regelmäßig zuhause oder eben auch mobil unterwegs.
Der Wechsel zu dauerhaften achtstündigen Arbeitstagen im Corona Homeoffice bedurfte allerdings auch bei uns einer gewissen Grundorganisation. Wir treffen uns alle regelmäßig zu Konferenzen, stimmen uns kurz ab, berichten über unsere Arbeit und Projekte. Auch halten wir uns bei der Heimarbeit weitgehend an die „normalen Öffnungszeiten“ von Simple Web-Solutions. Wir sind so für unsere Kunden immer verlässlich ansprechbar und sicher über die bekannten Telefonnummern erreichbar.

Für mich als „Vertriebler“ in meinem Heimbüro ist ungestörtes Arbeiten zwangsläufig einfacher zu gewährleisten, als für die Kollegen, die in der momentanen Situation auch ihre Kinder zu Hause betreuen. Ich freue mich aber immer wieder, wenn ich im Kundenkontakt mit Müttern und Vätern spreche, die in der Telefonkonferenz und der virtuellen Welt noch ganz souverän auf etwaige Belange ihres Nachwuchses eingehen. Das ist wirklich eine kleine Herausforderung und doch so herrlich menschlich und persönlich. Finden Sie nicht? Ich empfinde schreiende Kinder in der Konferenz als deutlich angenehmer, als pöbelnde Drängler im Berufsverkehr.

Haben Sie sich auch schon mal erwischt, dass Sie darüber gesprochen haben, wie Sie Ihren Eltern erklären, was Einkaufen jetzt bedeutet und wer zur Risikogruppe zählt und bemerkt, ihr Gegenüber hat die gleichen Sorgen. Wenn ich telefoniere und höre „können wir später sprechen, ich habe den Einkauf für meinen Vater grade auf dem Arm, der ist in Quarantäne“, dann ist das nicht lästig, geschäftsbehindernd und nervig, sondern einfach nur erfrischend menschlich.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle natürlich auch bei unserem Geschäftsführer Christian Backhaus, der im März innerhalb kürzester Zeit auf die Auswirkungen des Lockdowns und die Regelungen der Bundesregierung reagiert hat. Dank schneller Internetverbindungen und des digitalen Konferenz-Angebotes, können wir auch von zu Hause aus ohne technische Probleme hervorragend arbeiten. Für eine Digitalagentur, deren Wertschöpfung grundlegend digital erfolgt, ist dieser kleine Sprung ins Corona Homeoffice allerdings glücklicherweise einfach zu vollziehen.

Meine persönlichen Erfahrungen im Corona Homeoffice

Nicht nur das Team von Simple Web-Solutions, auch zahlreiche andere Unternehmen nicht nur in Deutschland, haben in den letzten Wochen die Vorteile von digitalen, nicht ortsgebundenen Arbeitsplätzen erkennen können oder auch erkennen müssen.

Am Anfang der Krise haben wir uns noch Tipps der NASA angelesen. Wie gehen Astronauten mit der Isolation um, was kann man gegen die Einsamkeit tun. Es kam dann alles doch ganz anders und es ist gar nicht so schlimm.

Ich habe schon vor der Krise die Erfahrung gemacht, dass es Erfolg verspricht, die alltäglichen Abläufe des Berufslebens beizubehalten. Das hat sich in den letzten sechs Wochen bestätigt. Ich versetze mich morgens in den Arbeitsmodus, nehme mir Zeit für ein ausreichendes Frühstück, gehe früh morgens eine Runde Laufen, manchmal gehe ich auch nur einige Schritte durch den Garten und genieße die Ruhe. Wichtig scheint mir auch, dass ich meine Garderobe „bürotauglich“ anpasse, um eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit zu schaffen.

Viele Beschäftigte genießen sicherlich die Freiheiten im Homeoffice, fernab von Großraumbüros und Geschäftsstellen. Es ist allerdings absolut empfehlenswert, sich bereits morgens einen Plan zu machen und den Arbeitstag auch im Homeoffice nach Möglichkeit optimal zu organisieren. Auch am späten Nachmittag kann man so noch produktiv arbeiten, besonders dann, wenn man keinen längeren Weg nach Hause im Berufsverkehr vor sich hat oder auf Fahrpläne achten muss.

Mein Arbeitsweg führt mich jetzt täglich zur Treppe und dann abwärts. Nein, wir ekennen hier keine Parallelen zur allgemeinen wirtschafltichen Entwicklung. Mit Tee, Kaffee und allem, was ich bis zur Mittagspause benötige, ausgestattet, setze ich mich in meinen Büroraum. Tür zu, das private Handy ausschalten. An meinem Schreibtisch gilt dabei dasselbe wie im Büro: Ergonomische Sitzhaltung, regelmäßig etwas Bewegung und vor allem gezielt durcharbeiten. Auch in den eigenen vier Wänden habe ich meinen Arbeitsplatz so professionell wie möglich eingerichtet. So kann ich eine ideale Arbeitsatmosphäre schaffen.

Besonders weiter entfernt von Städten auf dem Land können schwache Internetverbindungen oder das gleichzeitige Arbeiten mehrerer Homeoffice-Berufstätiger in einem Haushalt sicher zu Schwierigkeiten führen. Auch wenn sich Homeoffice-Paare gegenübersitzen und beide zeitgleich telefonieren müssen, ist der Stressfaktor in einer kleineren Wohnung sicher hoch. Wenn dann noch Kinder dazu kommen, wird die Situation besonders schwierig. Es lohnt sich aber, jetzt in der Krise über eine Lösung für das Arbeiten nach Corona nach- und umzudenken.

Ich freue mich an meinen Arbeitstagen natürlich auch immer auf eine ausreichende Mittagspause, die ich gerne bei diesem herrlichen Wetter im Garten verbringe. Halten auch Sie Pausenzeiten ein. Es bringt nichts bis in den Abend durchzuarbeiten. Mit entspannenden Pausen lässt sich die Konzentration auch in der zweiten Hälfte des Tages hochhalten. Auch kurz vor Feierabend ist man nicht gestresst und arbeitet strukturiert, denn der Heimweg ist auch nur ein kurzer Fußweg. Bei mir führte er bisher immer auch wieder aufwärts.

Die Krise bietet uns Chancen für mehr Familienzeit, die wir bisher immer vermisst haben - auch wenn wir zu Großeltern und Eltern etwas Abstand halten müssen. Der klassische Arbeitsweg fällt einfach weg und auch die Mittagspause kann mit etwas Planung gemeinsam verbracht werden.

Ich habe in den letzten Jahren mit einigen Familienvätern in meinem Bekanntenkreis gesprochen, die mir erzählt haben, dass Sie durch berufsbedingtes Pendeln und Karriereplanung ihre kleinen Kinder morgens noch nicht sehen und abends nur ins Bett bringen - wenn der Zug pünktlich fährt und es keinen Stau gibt. Die Corona-Pandemie bringt jetzt auch mehr Zeit und Freiraum für die Kinder. Genießen Sie die gewonnen Freiräume, besonders auch mit den Kindern, denn diese wunderbare Zeit „mit den Kleinen“ kommt nie wieder.

Mein Gesamtfazit und das meiner Kolleginnen und Kollegen bezüglich der neuen Arbeitsumgebungen fällt mehrheitlich positiv aus. Wir arbeiten weiterhin permanent an Optimierungen. Auch in der Krise sind wir dank digitaler Arbeitsmethoden weiterhin zuverlässig für unsere Kunden da. Unsere hohe Servicequalität können wir sicherstellen.

Ein wenig fehlen uns allen aber doch die persönlichen Kontakte in der gewohnten Büroumgebung. Als Vertriebsmann fehlen mir persönlich natürlich besonders auch die persönlichen Treffen mit Kunden. Ich lerne einfach gerne neue Menschen und Unternehmen kennen, netzwerke und bin auch nach wie vor gerne auf Messen und Konferenzen unterwegs. Persönliche Gespräche sind mir und auch unserem Geschäftsführer Christian Backhaus immer sehr wichtig.

Das aktuell fehlende kollegiale Umfeld lässt sich sicher nach der Krise unkompliziert wiederherstellen. Auch wenn wir uns vielleicht danach nie wieder alle gleichzeitig täglich im Büro sehen. Mit einer gut koordinierten Terminplanung lassen sich geschäftliche Meetings im Unternehmen und auch kollegiale Gespräche rund um die Arbeit sicher effizient und in Kombination mit der Arbeit im Homeoffice koordinieren.

Nehmen wir die Krise gleich als Chance für die Neuorganisation von Arbeit. Durch Corona entwickeln sich gerade langzeitliche Alternativen für modernen Arbeitsplätze in der vielzitierten „neuen Normalität“.

Weniger Verkehr, weniger weltweite Geschäftsflugreisen, von Pendlern entlastete Großstädte, leerstehende Büroflächen, Messehallen und nicht mehr benötigte Ausstellungsflächen im Verkauf schaffen neue klimafreundliche Entwicklungsmöglichkeiten. Unsere Umwelt würde uns eine nachhaltige Veränderung danken.

Nutzen wir die Gelegenheit gerne auch für ein Gespräch. Sie erreichen mich persönlich unter der Tel.-Nr. 06003 / 93456-0. Rufen Sie mich gerne an oder hinterlassen Sie eine Nachricht in unserem Kontaktformular.

Achim Wagner
Leiter Vertrieb

Fotonachweis: Das Bild zu meinem Corona Homeoffice ist eine Fake-News. Hier schaut sich nicht mein Hund meine Arbeit an. Es ist der Hund eines Kollegen, der hier im Homeoffice aktiv unterstützt.

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