Teil 4: Social Media & Online-Marketing

Teil 4: Social Media & Online-Marketing

Social Media, Blog und Co.

Social Media, Blog und Co. für Marketingzwecke nutzen

Nur jeder dritte Kleinbetrieb nutzt laut Studie von Greven Medien die sozialen Netzwerke zu Marketingzwecken. Einsamer Spitzenreiter in der Social Media Beliebtheit ist Facebook, die teilnehmenden Betriebe erhoffen sich mehr Bekanntheit, ein besseres Image und neue Kontakte.

Mit einem Wert von 99 Prozent ist praktisch jeder Social Media affine Betrieb auch bei Facebook dabei, die anderen Netzwerke folgen mit großem Abstand bei den Mitmachquoten der Kleinbetriebe: So bringt es Google+ auf 39 Prozent Marktanteil bei den Kleinbetrieben, Xing auf 34 Prozent, YouTube und Twitter folgen fast gleichauf mit 25 bzw. 24 Prozent. Was die Ergebnisse anbelangt, sind dreiviertel der Unternehmen zufrieden mit ihren Aktivitäten, dabei lassen sich 51 Prozent ihr Social Media Engagement gerade einmal 100 Euro im Monat kosten.

Die eigene Webseite als Werbekanal

Trotz der starken Entwicklung liegen soziale Medien laut Studie aktuell auf Platz drei der digitalen Werbemaßnahmen. Platz eins belegt mit 81 Prozent unangefochten die eigene Unternehmenswebsite, auf dem zweiten Platz folgen Online-Werbemaßnahmen wie Bannerwerbung (45 Prozent). Noch in den Kinderschuhen steckt die Nutzung von Mobile Marketing mit 16 Prozent.

Der wichtigste digitale Werbekanal für Ihr Unternehmen ist und bleibt also der eigene Onlineshop und Ihre Unternehmenswebseite. An Bedeutung gewinnt jedoch die Verknüpfung Ihres Auftrittes mit Social Media, die Einbindung von Facebook und im B2B-Geschäft immer mehr auch die Lead Generierung über Xing. Immer mehr gefragt bei Kunden und für Suchmaschinen interessant sind auch lokale oder fachbezogene Blogs.

Bloggen für die Zielgruppe

Knapp ein Drittel (32 Prozent) der Internetnutzer nutzt lokale Blogs, die sich ausschließlich mit aktuellen Nachrichten aus einer Region, einer Stadt oder einem Stadtteil beschäftigen. Das hat eine repräsentative Umfrage unter 1.040 Internetnutzern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben.

Lokale oder „hyperlokale“ Blogs berichten aus Gebieten, die von den regionalen Tageszeitungen oft nur noch am Rande behandelt werden, in Großstädten aus Stadtteilen oder Kiezen und in ländlichen Regionen aus einzelnen Dörfern, Gemeinden oder Tälern. Regionale und lokale Blogs haben sich als Ergänzung zu den klassischen Lokalmedien etabliert. Laut Umfrage werden lokale Blogs in allen Altersklassen gelesen. Etwas über dem Durchschnitt nutzen sie die mittleren Altersgruppen: 34 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und 35 Prozent der 50- bis 64-Jährigen. Unter den 14- bis 29-Jährigen sind es 30 Prozent und in der Generation 65-Plus 26 Prozent.

Anhand der genannten Zahlen wird deutlich, welches Potential in einem informativen und aktuellen Blog steckt. Wenn Sie jetzt aber in Ihrem Unternehmen einen Unternehmensblog einführen, wird die Geschäftsführung doch unweigerlich die Frage stellen: Und was bringt uns das?

Sie sollten also nicht nur für diese Frage gerüstet sein, sondern immer, im Blog wie bei allen weiteren Online Aktivitäten, den Aufwand auch in Relation zu seiner Wirkung sehen.

Tatsächlich aber ist der Erfolg beispielsweise eines Blogs nicht so leicht zu messen. Es haben sich inzwischen einige Parameter etabliert, die zur Beurteilung der Wirkung herangezogen werden können. So sind beispielsweise die Abrufzahlen ein wichtiges Indiz dafür, ob der Blog mit Inhalt und Tonalität und seiner Verbreitungsstrategie richtig liegt. Das beginnt mit den Page Impressions (Seitenabrufe) und den Unique Usern (Anzahl der unterschiedlichen Besucher), schließlich können auch Aufenthaltsdauer sowie die weitere Verbreitung der Beiträge über soziale Kanäle gemessen werden. Daneben ist es wichtig, auszuwerten, wie oft der Blogbeitrag auf andere Quellen verlinkt wird. Merke: Eine intensive Interaktion ist ein wertvoller Hinweis darauf, dass der Blog von der Community geschätzt wird.

Monitoring: Ermittlung der wichtigsten Kennzahlen

Google Analytics bietet hier ein umfangreiches Grundinstrumentarium für die Erfolgsmessung von Webseiten, Onlineshops, Blogs und anderen Marketingaktivitäten rund um Ihr Webprojekt. Die wichtigsten Eckdaten werden hier übersichtlich erfasst. Man kann sehen, wer im Moment oder innerhalb eines bestimmten Zeitraums die Website besucht hat, wie lange die Sitzungsdauer ist, wer die User sind (u.a. Alter, Geschlecht), woher sie kommen und wie die Nutzung generell ist. Profis können darüber hinaus bestimmte Zielparameter definieren und dann überprüfen, ob diese auch erfolgreich eingehalten werden. Das kann die Mindestdauer eine Sitzung sein, der Download eines White Papers oder aber die erfolgreich abgeschlossene Registrierung eines User-Profils.

Diese quantitativ angelegten Monitoring-Instrumente sollte man durch eine qualitative Analyse ergänzen, denn es geht nicht nur darum, einen möglichst großen Traffic auf der Seite zu erzielen, sondern mit einer Content-Strategie auch das Unternehmen positiv zu präsentieren. Um dies beurteilen zu können, sollte eine Auswertung der Reaktionen und Kommentare erfolgen: Fallen sie positiv aus oder äußern sich die User überwiegend ablehnend? Dies ist zudem ein äußerst hilfreiches Feedback-Tool, um die Qualität eines Blogs kontinuierlich zu verbessern.

Kommunikation ist das A & O

Sinnvoll ist die Implementierung eines Unternehmensblogs eigentlich immer, sofern eine wichtige Voraussetzung erfüllt ist: die Bereitschaft zur Kommunikation. Mit der Einrichtung eines Corporate Blogs signalisiert ein Unternehmen nicht nur, dass es etwas mitzuteilen hat. Es zeigt auch, dass es gerne einen Dialog mit seinen Kunden führt. Wenn Sie also eher der „Geheimniskrämer“ sind, dann ist ein Blog nicht das geeignete Werkzeug für Ihre Webseite.

Und denken Sie daran: Es gibt kaum eine Firma, die keine interessanten Geschichten zu bieten hätte. Damit sind keine Geschäftsgeheimnisse gemeint und auch nicht Enthüllungen von der letzten Weihnachtsfeier. Es geht um all die interessanten Stories, die mit Ihrem Arbeitsalltag in Verbindung stehen: den Mitarbeitern, den Dienstleistungen und Produkten, dem Werkzeug oder der Umgebung, in dem sich Ihr Unternehmen befindet. In den meisten Fällen ist es ratsam, sich hier professionell beraten zu lassen. Gehen Sie zusammen mit einem Kommunikationsexperten auf Themensuche, auch hier hilft die Zusammenarbeit mit einer erfahrenen Internetagentur.

Ein weiterer wichtiger Grund, der für einen Unternehmensblog spricht, ist das Google-Ranking. Denn interessante Inhalte rund um Ihr Unternehmen führen zu besseren Plätzen in der Google-Suche. Das liegt am Algorithmus, mit dem Google Suchanfragen beantwortet. Gibt ein User beispielsweise „Holzbau“ in die Suchmaske ein, erhält er eine Liste mit Links zu holzverarbeitenden Firmen. Ein Schreiner, der in einem eigenen Blog Inhalte rund um die Branche anbietet, landet in dem Ranking mit Sicherheit weiter oben. So können dann auch über Blogbeiträge SEO Maßnahmen umgesetzt werden.

Bleibt noch zu klären, wie spreche Sie Ihre Interessenten im Blog am besten an und wir können raten:  Sprechen Sie mit Ihren Lesern so wie Sie auch mit Ihren Kunden sprechen würden. Höflich und nicht anbiedernd, bleiben Sie authentisch und freundlich, aufgeschlossen und neugierig.

Kommunizieren Sie auf Augenhöhe, nicht herablassend. Geduzt wird nur in den Branchen, wo das auch sonst üblich ist, ansonsten bleiben Sie bitte beim „Sie“. Vermeiden Sie auch eine distanzierte Ansprache, ein Blogbeitrag ist kein Artikel, der in einer Zeitung erscheint und dort über Ihr Unternehmen berichtet. Ein Blog ist Teil Ihrer Firma, Sie können also gerne aus Ihrer Perspektive berichten.

Wenn es um die Ansprache der Leser geht, ist auch der Umgang mit Kommentaren wichtig. Viele Blogs haben dazu eine sogenannte Netiquette verfasst, Spielregeln, die den Rahmen für den Informationsaustausch abstecken. Hier steht, welche Art von Kommentaren erwünscht ist und was unterlassen werden sollte. Dabei geht es eben weniger um die Inhalte, als um die Ausdrucksweise. Also: Keine Beleidigungen oder Diskriminierungen. Vorschläge für Netiquette können Sie sich an verschiedenen Stellen im Internet downloaden. Sie können aber auch die Kommentarfunktion ausblenden und Ihren Lesern die Möglichkeit bieten, Ihre Artikel in Social Media Kanälen zu teilen. So schließt sich dann der Kreis.

Hier geht’s zum 1. Teil: Mobilität & Digitalisierung

Zurück zum 3. Teil: User Experience

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Weiterführende Links:

https://www.greven.de/
https://www.bitkom.org/
https://www.google.com/analytics/
https://de.wikipedia.org/wiki/Netiquette
https://blog.simple-web-solutions.de/blick-in-die-zukunft-teil-2-seo-2016/