Google Core-Update 2016 – Veränderungen und Auswirkungen

Google Core-Update 2016 – Veränderungen und Auswirkungen

Google Core-Update 2016 – Veränderungen und deren Auswirkungen

Anfang 2016 wurde ein umfassendes Google Core-Update für die Suchmaschine released, welches – entgegen der allgemeinen Erwartung (es war von einem „normalen“ zyklischen Update ausgegangen worden) – in manchen Bereichen gravierende Auswirkungen nach sich gezogen hat. In den Top100 Websites (aus SEO Gesichtspunkten) hat ein fast hälftiger Austausch der Seiten stattgefunden, was natürlich sowohl Gewinner als auch Verlierer hervorgerufen hat.

Qualitativ hochwertiger Content

Es lassen sich dabei bereits einige Trends erkennen, welche Veränderungen Google vorgenommen hat, und inwieweit sich dies auf das jeweilige Ranking ausgewirkt hat. Vor allem klassische Print-Publisher scheinen zu den Verlierern des Updates zu gehören, während die Websites großer Marken (Brand-Websites) gehörigen Aufschwung erfahren haben.

Dieses Phänomen scheint seinen Ursprung mitunter in dem nun deutlich relevanteren sogenannten QDF-Score (Query Deserves Freshness-Score) zu haben, welcher die Aktualität der jeweiligen Information und die Newsrelevanz bzw. das aktuelle Userverhalten aller User einbezieht. Klassische Print-Publisher haben hier insbesondere für ältere Beiträge an Relevanz verloren. Einer der großen Gewinner des Updates ist beispielsweise (ein Publisher) gq.com, und hier wiederum ein sehr textlastiger Artikel über den Football-Spieler Tom Brady, welcher neben einem umfangreichen Textteil auch Videos und Fotos enthält. Die Newsrelevanz lässt sich über die im Frühjahr stets relevante Superbowl-Saison herleiten. Seiten mit hohem Informationsgehalt, bei gleichzeitiger Newsrelevanz sowie Nutzung multimedialer Inhalte wird somit hohe Relevanz eingeräumt.

Ob letztendlich das Keyword oder die jeweilige Marke (Brand) relevanter ist, macht Google vom QDF-Index abhängig, sodass aktuell diskutieren Themen Vorzug gewährt werden kann, während bei weniger aktuellen Themen die Marke entscheidender zu sein scheint.

Festhalten lässt sich bis zu diesem Punkt, dass das Google-Core-Update auf eine weitere Verbesserung des Such-Algorithmus bzgl. der Content-Qualität abzielt – der User soll die Seiten finden, deren Content am ehesten seiner Suchanfrage entspricht.

User-Intent Ranking

Ein Aspekt, der nun ebenfalls einen deutlich stärkeren Einfluss auf das Suchergebnis bei Google zu haben scheint, ist der sog. User-Intent, anders formuliert also die Frage, ob der User auf der Seite das gesuchte gefunden hat. Dies erklärt die Tatsache, dass auch Online-Lernplattformen deutliche Gewinner des Google-Core-Updates sind. Dabei bieten diese Seiten weder eine hohe Aktualität bzw. Newsrelevanz, noch finden sich in diesen Portalen viele Keywords. Andere Faktoren müssen hier somit eine Rolle spielen.

Hier scheinen Stichwörter, wie Bounce-Rate (=Absprungrate) und Verweildauer auf der Seite über das Ranking zu entscheiden. Insbesondere Lernportale haben eine Bounce-Rate, die besonders niedrig ist und im Gegenzug eine sehr hohe durchschnittliche Verweildauer, was laut Google ebenfalls für qualitativ hochwertigen Content, sowie die Erfüllung des User-Intent spricht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Google einen weiteren Schritt getan hat, um die User-Zufriedenheit mit dem Suchergebnis zu verbessern, wenn auch unter Anpassung der dafür relevanten Parameter.

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Maßgebliche Quellen:
http://t3n.de/news/grosses-google-core-update-januar-2016-671044/
http://blog.searchmetrics.com/de/2016/01/14/google-core-update/